#Nein HeisstNein
Die Befreiung der Frauen ist eine zu ernste Angelegenheit, als dass sie beim Burkini Halt machen dürfte. Wer Frauen aus der (dem?) Niquab schält, nur um sie bei brütender Hitze und auf schmelzendem Asphalt auf High Heels zehn Meter hinter dem Gatten in Turnschuhen oder Flip-Flops hinterherstöckeln zu lassen, hat nicht verstanden, worum es eigentlich bei der Befreiung der Frau geht: Um eine Begegnung auf Augenhöhe. Und genau das verhindern Louboutins, Dosenbachs oder Manolo Blahniks mit Absätzen von zehn Zentimetern und mehr. Für mich ist es selbstverständlich: In einer liberalen Gesellschaft will ich einer Frau in die Augen schauen können. Und das geht nun einmal nicht, wenn man die Frau zwingt, derartig unnatürlich hohe Hacken zu tragen. Statt ihr in die Augen schauen zu können, werde ich gezwungen, ihr auf den Busen zu gucken. Das kann es ja wohl nicht sein in einer liberalen Gesellschaft. Mit anderen Worten: Gerade in einer liberalen Gesellschaft ist das doch wohl ein No-Go. Oder anders ausgedrückt: Wie krank ist das denn?!?
Nun gibt es gewiss immer auch ein paar Frauen, die genau DAS wollen. Radikale Vertreterinnen eines falsch verstandenen Feminismus, die wahrscheinlich auch Birkenstocks, Burkas und Bücher verbrennen würden, um ihre Ziele zu erreichen. Okay, das mit den Büchern habe ich jetzt einfach mal dazu erfunden, weil es erstens eine prima Alliteration ergibt und zweitens solche Sachen auch niemals ganz auszuschliessen sind. Denn wer Bücher verbrennt, verbrennt irgendwann auch einmal BHs, Ballerinas, Bibeln, Bügelfaltenjeans oder sogar noch Schlimmeres. In dieser Sache bin ich darum ganz bei Franka Meyer, Eric Gujer und Mario Fehr sowie der Meinung: Man muss ein Zeichen («Symbolbild») setzen. Gegen Frauenunterdrückung, Patriarchat, Sexismus, Krieg, Faschismus, Spekulanten, Rassismus, Kapitalismus, Gewalt, Genderwahn, Frühsexualisierung und was wir wonst woch wo wür westliche Werte waben.
