Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Heute, wo viele Menschen immer mobiler werden und besser informiert sind, wandeln sich auch die Migrationsbewegungen und unsere Modelle des Zusammenlebens. Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Europa tragen zu dieser Entwicklung genauso viel bei wie Expats, Flüchtlingsfamilien oder binationale Ehegemeinschaften. All diese Menschen reisen mit der Familie, der Partnerin oder dem Ehegatten ein, wollen sich hier niederlassen und später ihre Kinder nachziehen lassen – wenn sie nicht sowieso hier zur Welt kommen; andere Familien wiederum bleiben nur befristet und wandern später zum nächsten internationalen Arbeitsplatz weiter.

Nebst dieser eher jungen Form der Migrationsbewegung gibt es zahlreiche Familien, die bereits vor Jahrzehnten eingewandert sind. Ihre Kinder und Enkelkinder wachsen zweisprachig auf und leben und bewegen sich wie selbstverständlich in unterschiedlichen Kulturen. Lediglich ihre – noch – untypisch schweizerischen Namen verweisen auf internationale Wurzeln.

Trotz dieser grossen Vielfalt, unterschiedlichen Herkunftsländern und Anwesenheitsdauern haben alle Eltern für ihren Nachwuchs nur einen grossen Wunsch: «Unseren Kindern soll es gut gehen.» Damit dieses Ziel Realität wird, benötigt es grosse Anstrengungen und viel Durchhaltewillen der Betroffenen, aber auch die richtigen Rahmenbedingungen: Chancengleichheit, um nur ein Beispiel zu nennen. Mithilfe der kantonalen Integrationsarbeit sollen gerade auch Kinder die gleichen Möglichkeiten haben, um ihre persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen.

Die aktuelle MIX greift diesen Aspekt des Zusammenlebens genauso auf wie alle weiteren Herausforderungen, denen Familien in einer globalisierten Welt gegenüberstehen. Ich wünsche eine interessante Lektüre.

Martin Bürgin, Leiter Fachbereich Integration Kanton Basel-Landschaft
Martin Bürgin, Leiter Fachbereich Integration Kanton Basel-Landschaft